Wo bleibt die Verantwortung der Credit-Suisse-Führung?

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 8. Juli 2014 Die Schlagzeilen zur Credit Suisse sind verschwunden und vergessen. Das Kurzzeitgedächtnis leistet in der Medienflut effiziente Verdrängungsarbeit. Fest steht: Die Credit Suisse zahlt in den USA 2,8 Milliarden Dollar Busse für ihre Vergehen, sie bekennt sich als «kriminelle Organisation» schuldig, und sie kann – mithilfe der politischen … [Weiter lesen…]

Neue Titel werten die Berufsbildung auf

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 17. Juni 2014 Ein wegweisender Nationalratsentscheid letzten Donnerstag ging in der täglichen Informationsflut unter: Mit 93 zu 80 Stimmen unterstützte die grosse Kammer eine Motion von Nationalrat Matthias Aebischer und 72 Mitunterzeichnern, die höhere Berufsbildung mit den Titeln «Professional Bachelor» und «Professional Master» für diese Abschlüsse aufzuwerten. Es ist ein … [Weiter lesen…]

Warum diktiert Blocher allen die politische Agenda?

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 27. Mai 2014 9 Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn sich Christoph Blocher still und leise aus dem Nationalrat verabschiedet hätte. Es passt zu seinem Stil und seiner Biografie, dem Parlament, das ihn als Bundesrat im Dezember 2007 abgewählt hat, noch eine Stinkbombe in den Saal zu werfen: Die Parlamentarier … [Weiter lesen…]

Stilles Drama in den Vox-Daten

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 6. Mai 2014 Der Schock vom 9. Februar über die Masseneinwanderungsinitiative wirkt nach. Die vom Bund finanzierte Vox- Meinungsumfrage sollte eigentlich über die untergründigen Motive der Stimmbevölkerung Klarheit schaffen. Aber bisher hat man sich bloss mit Nebenpunkten auseinandergesetzt; etwa mit der Vergabepraxis des Bundes für diese lukrative Meinungsforschung oder mit … [Weiter lesen…]

Der Mindestlohn ist ein Gebot der ökonomischen Vernunft

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 15. April 2014 Wer in der Schweiz vollzeitlich arbeitet, soll ohne Sozialhilfe leben können: vom Lohn. Das fordert die bürgerlich dominierte Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats. Die GPK hat Anfang des Monats – im Bericht zum Ausländeraufenthalt – vom Bundesrat konkrete Vorschläge für Massnahmen verlangt, «damit mit den erwirtschafteten Löhnen die Lebenshaltungskosten … [Weiter lesen…]

Was ist jetzt gegen den Fachkräftemangel zu tun?

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 25. März 2014 Zehn Jahre nach meinem Rücktritt als Parlamentarier habe ich mir den zeitlichen Luxus geleistet, am Radio die mehrstündige Dampfablass-Debatte zur Masseneinwanderungsinitiative im Nationalrat mit der privilegierten Distanz des Veteranen zu verfolgen. Geboten wurde das Bild eines polarisierten, blockierten Parlaments. Im unversöhnlichen Gegensatz standen Siegerpose mit Häme auf … [Weiter lesen…]

Der Staat leidet an finanzieller Osteoporose

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 4. März 2014 Fast alle Schweizer Städte und eine Mehrheit der Kantone mussten für 2014 ein Defizit budgetieren. Und fast alle kürzen jetzt bei Schulen, Spitälern und Polizei. Auch wenn die Finanzchefs chronisch zu pessimistischen Budgets neigen, um im Jahr darauf stolz bessere Abschlüsse zu präsentieren, muss man sich fragen: … [Weiter lesen…]

Masseneinwanderungsinitiative: jetzt muss Schneider-Ammann die Hausaufgaben machen

Tages-Anzeiger – Dienstag, 11. Februar 2014 «In Zukunft wird die Zuwanderung durch Bundesbern gesteuert und nicht mehr durch die Wirtschaft», erklärte Justizministerin Simonetta Sommaruga am Abstimmungssonntag im Namen des Gesamtbundesrats. Was, fragen sich nun viele Bürger, ist jenseits von Groll, Schuldzuweisung, Pessimismus und Besserwisserei nach Annahme der Zuwanderungsinitiative zu tun, um mit einem Kontingentssystem wieder … [Weiter lesen…]

Zähes Ringen um die Hochpreisinsel.

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 21. Januar 2014 Der Einkaufstourismus im Ausland wird für Schweizer zur Gewohnheit. 38 Prozent der Basler und 31 Prozent der Genfer fahren regelmässig über die Grenzen zum Einkaufen ins nahe Ausland. Bei den Aargauern sind es 29 Prozent, bei den Zürchern 17 Prozent und den Bernern 7 Prozent. Gesamtschweizerisch tätigt … [Weiter lesen…]

Die Besserwisser sollten sich entschuldigen

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 31. Dezember 2013 Vor fünf Jahren herrschte weltweit Katastrophenstimmung zu Silvester. Das globale Bankensystem war kurz zuvor knapp einem Kollaps entgangen. Teams der wichtigsten Notenbanken koordinierten damals in nächtlichen Videokonferenzen ihre Kriseninterventionen, und niemand wusste, ob es gelingen würde, das Finanzsystem zu stabilisieren. Was drohte, war ein Bankencrash wie 1929. … [Weiter lesen…]