Sektierer und Kurpfuscher in der Währungspolitik

Kolumne Rudolf Strahm  für Unternehmerzeitung Nr. 9  August 2012. „Der Eurokollaps wird immer wahrscheinlicher“, schreibt  „The Economist“ in einem Leitartikel, abgedruckt in mehreren europäischen Zeitungen. „Geniessen wir also die Ferienzeit. Der Herbst droht hässlich zu werden“, schrieb das Euro-feindliche Wirtschaftsblatt aus London abermals. Untergangspropheten und Weltretter, Kurpfuscher und Quacksalber haben in Zeiten der währungspolitischen Verunsicherung … [Weiter lesen…]

Gesetzlicher Mindestlohn – einmal anders betrachtet

Gesetzlicher Mindestlohn, einmal anders betrachtet. Kolumne für SGZ 3.8.2012. Der gesetzliche Minimallohn, wie ihn die Gewerkschaften mit einer Volksinitiative fordern, ist bei Lehrbuch-Ökonomen verpönt. Aber im Zeichen der Personenfreizügigkeit ist er die letzte verbleibende Massnahme, um die Zuwanderung von Ungelernten und von bildungsfernen Schichten und die Folgelasten für das Sozialsystem zu begrenzen.

Röstigraben bei der Bildung und der Arbeit.

Wir haben einen Röstigraben bei der Bildung und der Arbeit.  Kolumne in Tages-Anzeiger und Bund vom 31.7.2012. Wir haben in der Schweiz weltweit die tiefste Jugendarbeitslosigkeit, dank dem Berufsbildungssystem. Doch in der Westschweiz haben die Berufsintegration und die Berufslehre eine geringere Unterstützung. Die Waadtländer SP-Regierungsrätin Anne-Catherine Lyon hat das Jugendintegrationsprojekt LIFT in allen Sekundarschulen des … [Weiter lesen…]

Jeder fünfte Kassen-Franken geht nicht an die Versicherten

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 10. Juli 2012 Die Zürcher, die Berner und die Steuerzahler anderer Kantone haben Ärger mit ihren staatlichen Pensionskassen. Tausende Chefs von kleinen und mittleren Unternehmen schlucken ihren Unmut über die Sammelstiftungen und autonomen Pensionskassen runter, die ihre Verluste noch weniger transparent machen als die öffentlichen. Der Handlungsbedarf ist gross. Bei … [Weiter lesen…]

Griechische Tragödie und helvetische Pflicht

Kolumen im Tages-Anzeiger – Dienstag, 19. Juni 2012 Finanzmärkte, Politiker und Banker blickten gebannt nach Griechenland. Nun können die Europäer kurz aufatmen. Doch mit dem knappen Wahlsieg für den Euro wird das griechische Volk nicht vom (Spar-)Leiden befreit. Und es wird auch keine stabile, breit abgestützte Regierung erhalten, sondern eine mit den alten Repräsentanten der … [Weiter lesen…]

Interview zum Abgeltungssteuerabkommen: Ich bin nachträglich als Kronzeuge hingestellt worden

Interview im Tages-Anzeiger/Bund/BaslerZeitung (Online) 06.06.2012 War es nötig, der offiziellen Schweiz in den Rücken zu fallen? Das ist der Eindruck, der von der Bankenseite geschaffen wird. Ich habe mich schon früh kritisch über das Abgeltungssteuerabkommen mit Deutschland geäussert, in meinen Kolumnen in «Tages-Anzeiger» und im «Bund» sowie in der «Zeit». Darin habe ich vor allem … [Weiter lesen…]

Der süsse Traum vom bedingungslosen Grundeinkommen

Artikel Rudolf Strahm für “InfoSperber”, exklusiv.   1.Juni 2012.  Definiter Text.   Im April 2012 wurde die Unterschriftensammlung für eine eidgenössische Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen gestartet. Das Thema ist, auch wenn ein Zustandekommen der Initiative ungewiss ist, auf der helvetischen Traktandenliste.   Ein bedingungsloses Grundeinkommen für Alle? Auf den ersten Blick entsteht eine Faszination für … [Weiter lesen…]

Parteifarbe statt Kompetenz. Der Bildungsstaatssekretär

Tages-Anzeiger – Dienstag, 29. Mai 2012 Erstaunlich, wie wenig diese personelle Weichenstellung im schweizerischen Bildungswesen kommentiert worden ist, nachdem der Bundesrat den Tessiner Mauro Dell’Ambrogio letzte Woche zum Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation ernannt hatte. Einzig der Schweizerische Gewerbeverband, der wichtigste Berufsbildungsträger im Lande, zeigte sich konsterniert über diesen «mehr als fragwürdigen Entscheid». Und … [Weiter lesen…]

Preisprivilegien für die Pharmariesen.

Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, wird in Bundesbern wieder einmal ein Interessenkrieg um Medikamentenpreise ausgefochten. Die Arzneimittel fallen bei den Gesundheitskosten stark ins Gewicht, saugen gut 20 Prozent der obligatorischen Krankenversicherungsprämien auf. Es geht um eine Streitsumme von 240 Millionen Franken im ersten Jahr, die bis 2014 auf drei Viertelmilliarden Franken pro Jahr anschwellen wird. … [Weiter lesen…]

Höhere Berufsbildung (Tertiär B): Sand im Getriebe des BBT

Kolumne Rudolf Strahm in: Schweizerische Gewerbezeitung, vom 27. April 2012. (Schweizerischer Gewerbeverband SGV)   Wer die Arbeitswelt und die KMU-Landschaft kennt, weiss um die volkswirtschaftliche Bedeutung der höheren Berufsbildung. Früher waren es die Meister- und Fortbildungskurse. Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz läuft die formelle höhere Berufsbildung unter den Namen „Höhere Fachschulen HF“, „Höhere eidgenössische Berufsprüfung“ oder … [Weiter lesen…]