Die Starken mehr fördern als die Schwachen

Interview im Bund vom 19.11.2012 Die Übermacht des Landes habe für Bern ab 1920 eine tragische Abwärtsspirale zur Folge gehabt. Alt-SP-Nationalrat Rudolf Strahm rät, nicht nur die starken Regionen zu benennen, sondern auch die schwachen. Herr Strahm, der Kanton Bern bezieht über eine Milliarde Franken aus dem Finanzausgleich. In den Geberkantonen heisst es, die Solidarität … [Weiter lesen…]

Im Dilemma zwischen Abzockern und Heuschrecken

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 13. November 2012 Sie kommt extrem populär daher, die Abzockerinitiative des Mundwasserfabrikanten Thomas Minder, über die wir im nächsten März abstimmen werden. Sie ist eine typische «Bauch-Initiative» – vom Bauch her neigt man spontan zum Ja. Ihre Annahme ist wahrscheinlich, denn die Wut und Enttäuschung über die Millionenboni von Topmanagern … [Weiter lesen…]

Steuerprivilegien ohne Ende

Kolumne im Tages-Anzeiger – Dienstag, 23. Oktober 2012 Bei kantonalen Finanzdirektoren und Steuerspezialisten ist Feuer im Dach. Kaum sind die enormen Folgekosten der Unternehmenssteuerreform II mehr schlecht als recht bewältigt, sind sie mit neuen Sachzwängen konfron- tiert, die eine Reform III mit neuen Steuersenkungen für Unternehmen nahelegen. Ein erneuter Steuer- schwund wäre die Konsequenz. Auslöser … [Weiter lesen…]

Hochpreisproblematik: Schaden für KMU-Wirtschaft

Den Basler Wirten läuft die Galle über. Sie, die in direkter Konkurrenz mit grenznahen Gastrobetrieben im Badischen  und im Elsass stehen, zahlen viel höhere  Einkaufspreise für ihre Getränke als Ihre Konkurrenten  ennet der Grenze (vgl. auch Seite 17).  Carlsberg-Bier kostet für Wirte in Deutschland  umgerechnet 65 Rappen Einstandspreis, für  Schweizer Wirte jedoch 1.71 Franken …. … [Weiter lesen…]

Kein Parlamentarier ist in der Lage, die Leverage Ratio zu berechnen

Kolumne im InsideParadeplatz vom 3. Oktober 2012 Die Too big to fail-Regulierung im Rahmen der Bankenaufsicht ist erstens strukturell manipulationsanfällig, zweitens nicht justiziabel und drittens ist sie bei der ungeeigneten Behörde plaziert. Grossbanken werden nur stabiler und vertrauenswürdiger mit einem weiteren Reformschritt in der Eigenmittelfrage. Meine Schlussfolgerungen aus eigener Erfahrung mit regulatorischer Staatstätigkeit möchte ich … [Weiter lesen…]

Unser täglicher Agrar-Irrsinn

Kolume im Tages-Anzeiger – Dienstag, 2. Oktober 2012 Unser täglicher Agrar-Irrsinn  Wer liebt sie nicht, die gackernden Hühner, die herzigen Kälbli und die rosaroten Ferkel auf dem Bauernhof. So wird die schweizerische Landwirtschaft in Fernsehspots gezeigt und an Burezmorge präsentiert. «Gut, gibts die Schweizer Bauern», wird uns werbemässig eingehämmert. Der Steuerzahler zahlt jährlich 55 Millionen … [Weiter lesen…]

Sektierer und Kurpfuscher in der Währungspolitik

Kolumne Rudolf Strahm  für Unternehmerzeitung Nr. 9  August 2012. „Der Eurokollaps wird immer wahrscheinlicher“, schreibt  „The Economist“ in einem Leitartikel, abgedruckt in mehreren europäischen Zeitungen. „Geniessen wir also die Ferienzeit. Der Herbst droht hässlich zu werden“, schrieb das Euro-feindliche Wirtschaftsblatt aus London abermals. Untergangspropheten und Weltretter, Kurpfuscher und Quacksalber haben in Zeiten der währungspolitischen Verunsicherung … [Weiter lesen…]

Gesetzlicher Mindestlohn – einmal anders betrachtet

Gesetzlicher Mindestlohn, einmal anders betrachtet. Kolumne für SGZ 3.8.2012. Der gesetzliche Minimallohn, wie ihn die Gewerkschaften mit einer Volksinitiative fordern, ist bei Lehrbuch-Ökonomen verpönt. Aber im Zeichen der Personenfreizügigkeit ist er die letzte verbleibende Massnahme, um die Zuwanderung von Ungelernten und von bildungsfernen Schichten und die Folgelasten für das Sozialsystem zu begrenzen.